HERZLICH WILLKOMMEN in der Mutter-Kind-Einheit unserer Kinik!

 

 

 

„Mutterschaft – ein unerschöpflicher Quell der Freude!“
Dies ist in vielen Fällen die Vorstellung, mit welcher Frauen ihr Baby erwarten.  Die Realität sieht dann aber häufig anders aus – und die meisten Mütter sind weit entfernt von derartigen Glücksgefühlen. Viele von ihnen durchleben eine kurze Phase, in der sie sich traurig fühlen, sehr „empfindlich“ und stimmungslabil sind und eine ausgeprägte Neigung zum Weinen zeigen. Bis zu 80% der Mütter erleben einen derartigen „Babyblues“, der typischerweise zwei bis vier Tage nach der Geburt einsetzt. Allerdings bildet sich dieses kurze seelische Tief bis zum zehnten Tag nach der Geburt vollständig zurück, so dass es in den meisten Fällen nicht als krankhaft zu werten ist.

Hält die depressive Phase über den zehnten postpartalen Tag hinaus an oder setzt zu einem späteren Zeitpunkt nach der Geburt ein, so spricht dies für eine postpartale Depression.
10 bis 15% der Mütter erkranken nach der Geburt an einer solchen Depression. Diese äußert sich durch eine traurige, niedergedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Freudlosigkeit. Die betroffenen Frauen fühlen sich erschöpft, haben häufig Zukunfts- und Versagensängste. Auch Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit gehören zum Bild der Depression. Zu diesen Beschwerden kommt häufig das Gefühl, dem Baby „nicht gerecht zu werden“, es nicht richtig versorgen zu können, was dann zu zusätzlichen Schuldgefühlen führt. Bei ausgeprägten Depressionen kommt es in vielen Fällen auch zu Lebensüberdrussgefühlen bis hin zu Selbsttötungsgedanken oder Gedanken, sich und dem Baby etwas anzutun.

Etwa 1 bis 2 von 1000 Frauen erkranken an einer postpartalen Psychose. Dies äußert sich u.a. durch das Auftreten von Wahnvorstellungen sowie Halluzinationen (Sinnestäuschungen). Die erkrankten Frauen fühlen sich häufig bedroht, verfolgt oder überwacht und / oder hören Stimmen, welche sie beschimpfen, bedrohen oder ihnen Befehle erteilen.

Behandlungsspektrum der Mutter-Kind-Einheit:

Neben der klassischen postpartalen Depression und postpartalen Psychose behandeln wir alle psychischen Störungen, die in der Postpartalzeit vorkommen können.


Hierzu gehören u.a.


Schizophrenien
Bipolare Störungen
Angst- und Zwangsstörungen
Persönlichkeitsstörungen (insbesondere die Borderline-Persönlichkeitsstörung) und
Posttraumatische Belastungsstörungen.

Die Mutter-Kind-Station (8a) unserer Klinik:

Die ersten ein bis zwei Jahre nach der Geburt eines Kindes sind die Zeit im Leben einer Frau, in der sie am „anfälligsten“ für die Entwicklung, den Wiederausbruch oder die Verschlimmerung einer psychischen Störung ist. Eine psychische Störung in diesem Zeitraum bedeutet nicht nur eine enorme Belastung für die betroffene Mutter, sondern wirkt sich häufig auch ungünstig auf die Mutter-Kind-Beziehung sowie die Entwicklung des Kindes aus. Aus diesem Grunde ermöglicht unsere Mutter-Kind-Einheit mit ihrem speziellen Therapieangebot die gemeinsame Betreuung von Mutter und Kind.

Die Mutter-Kind-Station (Station 8a) unserer Klinik befindet sich im fünften Stock des Universitätsklinikums Campus Benjamin Franklin und umfasst acht moderne Einzelzimmer, die zusätzlich zur üblichen Einrichtung mit einem Kinderbett und einer eigenen Wickelkommode ausgestattet sind. Jedes dieser Einzelzimmer hat ein eigenes Badezimmer sowie einen eigenen Fernseher. Die Station wurde im Rahmen des Umzuges der Psychiatrischen Klinik vom Standort Eschenallee an den Standort Steglitz von Grund auf erneuert, modernisiert und komplett renoviert, so dass wir uns freuen, Sie seit Anfang Januar 2015  auf unserer komplett  neuen Mutter-Kind-Station 08a begrüßen zu dürfen.

Die Mutter-Kind-Station bietet ein sehr großes, freundliches Spielzimmer, einen mit hellen, leichten Holzmöbeln ausgestatteten Mutter-Kind-Speise- und Aufenthaltsraum sowie einen Fernseh-, Fitness- und Entspannungsraum. Eine Milchküche, mehrere Waschmaschinen und Wäschetrockner gehören selbstverständlich zur modernen Ausstattung unserer Station.  Unsere weitläufigen klinikeigenen Parkanlagen laden zum Spazierengehen ein. Einkaufsmöglichkeiten (Supermärkte, Drogeriemarkt) finden sich direkt gegenüber unserer Klinik.

Ein weiterer großer Vorteil unseres neuen, in ein Universitätsklinikum der Maximalversorgung integrierten Standortes ist auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen, was insbesondere auch Ihnen und Ihrem Kind zu Gute kommt. Wir kooperieren dabei besonders eng mit den Kollegen der Frauen- als auch der Kinderheilkunde, was für Sie als Patientin kürzeste Wege und in jeglicher Hinsicht optimale Betreuung bedeutet.

Unser Team:

Sie werden von einem erfahrenen Team aus psychiatrischen Fachärzten, Psychologen, Körpertherapeuten, Sozialarbeitern, Ergo- und Bewegungstherapeuten sowie speziell ausgebildeten Krankenschwestern und Krankenpflegern betreut.

Unser umfassendes Therapieangebot:

Die Mutter-Kind-Station 8a der  psychiatrischen Universitätsklinik der Charité am Standort Steglitz bietet acht Behandlungsplätze für erkrankte Mütter gemeinsam mit ihren Kindern bis zum Alter von ca. 24 Monaten.

Unser Therapieangebot umfasst u.a.:

  • psychiatrische Behandlung der mütterlichen Erkrankung
  • Einzel-Psychotherapie für jede Patientin
  • Verhaltenstherapeutische Gruppen-Psychotherapien
  • Analyse und Unterstützung der Mutter-Kind-Beziehung
  • Mütter-Kompetenzgruppe
  • Umfangreiche sozialarbeiterische Betreuung
  • Einzel-Körpertherapie durch eine erfahrene Körperpsychotherapeutin
  • Speziell auf die Mütter zugeschnittene Ergotherapie und Physiotherapie
  • Backgruppe für Mütter
  • Schwimmgruppe für Mütter
  • Kinderbetreuung während der Therapien

Kontaktinformationen:

Telefon: 0049-30-450-517644
Fax: 0049-30-450-517954

Email:Mutter-und-Kind(at)charite.de

Standort:Station 8a, 5. Etage, Bettenhaus I
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin, Germany

 

Der Leiter des Mutter-Kind-Station ist Herr Prof. Dr. med. M. Dettling.

Die ärztliche Ansprechpartnerin ist  Frau Dr. med. N. Schwertfeger.

Ihren Anruf wird unser Pflegeteam, dessen Leitung durch Frau Irmgard Welling erfolgt, entgegennehmen. In diesem Rahmen wird dann ein Vorgesprächstermin mit Ihnen vereinbart, um Ihnen zeitnah einen Aufnahmetermin anbieten zu können. Das Vorgespräch führen Sie mit einer der Psychologinnen unseres Mutter-Kind-Teams.

 

 

Unter dem Link FAQs finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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