Spezialambulanz für ADHS im Erwachsenenalter

In der Spezialsprechstunde des Zentrums für Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter wird eine an den wissenschaftlichen Leitlinien orientierte Diagnostik der ADHS im Erwachsenenalter unter Berücksichtigung der Erfassung von Begleiterkrankungen durchgeführt.

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Nach ausreichender Diagnosesicherung erfolgt eine individuelle Empfehlung hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten. Unser Forschungsinteresse besteht an innovativen diagnostischen Verfahren, neuropsychologischen Verfahren (u. a. Continuous Performance Test), neurophysiologischen Korrelaten (EEG) sowie an medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungsverfahren und Komorbiditäten bei adulter ADHS (insb. Schlafstörungen).

Ablauf der Diagnostik

Nach Anmeldung in unserer Ambulanz bekommen Sie einige Fragebögen per Post von uns zugeschickt. Ein Teil dieser Unterlagen besteht aus Fragen an Ihre Angehörigen. Nach Rücksendung der ausgefüllten Fragebögen und Ihrer Grundschulzeugnisse vereinbaren wir einen Termin zu einem diagnostischen Gespräch. In diesem werden standardisierte Interviews zur Überprüfung der diagnostischen Kriterien für ADHS sowie weitere diagnostische Interviews und Fragebögen durchgeführt. Wir werden auch eine Labordiagnostik inklusive Blut- und Urinproben durchführen. Im Abschlussgespräch teilen wir Ihnen unsere diagnostische Einschätzung mit und empfehlen individuelle Therapieoptionen.

Leider besteht aufgrund der sehr großen Nachfrage zur Zeit nicht die Möglichkeit, eine Neuanmeldung zur ADHS-Diagnostik oder Behandlung in unserer Ambulanz durchzuführen. Über Änderungen informieren wir Sie an dieser Stelle. 

Über die ADHS

Wesentliche Merkmale der ADHS sind innere Unruhe, situationsübergreifende Störungen der Impulskontrolle, motorische Überaktivität, Störungen der Aufmerksamkeit, Desorganisiertheit und starke Stimmungsschwankungen bei geringer Frustrationstoleranz. Im Erwachsenenalter geht die Erkrankung mit Funktionseinschränkungen in mehreren Lebensbereichen, vor allem Schul- und Ausbildungsabschluss, Berufstätigkeit, Partnerschaft, Elternschaft und Verkehrstüchtigkeit einher.

 

Die Behandlung kann psychopharmakologisch (z. B. mit retardierten Methylphenidaten oder Atomoxetin) erfolgen. Es können außerdem psychotherapeutische Verfahren (z. B. kognitive Verhaltenstherapie, Coaching, achtsamkeitsbasierte Psychotherapie) zur Anwendung kommen. Aktuell bieten wir eine gruppentherapeutische Behandlung (s.u.) als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung an.

 

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der sehr großen Nachfrage vorrangig Patienten aus dem Berliner Raum sowie Patienten, bei denen ADHS im Erwachsenenalter im Vordergrund der Problematik steht, behandeln. Bei dringenden klinischen Problemen (z.B. Depressionen, Substanzkonsum) sollten Sie diese zunächst behandeln lassen.

Gruppenpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie

Patienten die aktuell oder vormals in unserer Behandlung waren können an unserer Gruppenpsychotherapie teilnehmen. 

Die nächsten Termine der Gruppenpsychotherapie sind wie folgend:

Sitzung 1: Achtsamkeit (Mittwoch 08.08.2018)
Sitzung 2: Mein Leben mit ADHS (Mittwoch 29.08.2018)
Sitzung 3: Chaos und Kontrolle (Mittwoch 10.10.2018)
Sitzung 4: Stimmungsregulation und Impulskontrolle (Mittwoch 07.11.2018)
Sitzung 5: Achtsamkeit (Mittwoch 12.12.2018)

Eine Anmeldung ist unter der Kontakt-eMail der Ambulanz bis eine Woche vor Termin möglich.

Studienangebote

VIP-ADHS-Studie (Rekrutierung abgeschlossen)

"Vigilanzregulation als Prädiktor der Response auf Psychostimulanzien bei adulten Patienten mit ADHS"

Basierend auf der Hypothese, dass eine instabile Vigilanzregulation ein pathogenetischer Faktor bei Patienten mit ADHS ist, ist das Ziel dieser Studie zu untersuchen ob die EEG- Vigilanzregulation bei adulten ADHS Patienten ein Prädiktor für das Ansprechen auf eine Behandlung mit Psychostimulanzien ist. Zu diesem Zweck wird die EEG-Vigilanzregulation computergestützt mittels des VIGALL-Algorithmus vor und nach einer gewichtsadaptierten Medikation mit retardiertem Methylphenidat bei adulten ADHS-Patienten untersucht. Unter der Leitung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig (Direktor: Prof. Dr. med. U. Hegerl) wird diese multizentrische Studie aktuell in 8 Zentren bundesweit durchgeführt. 

DRKS-ID der Studie: DRKS00009971

 

 

Studie der Freien Universität Berlin

Emotionsregulation & Wohlbefinden bei Erwachsenen mit ADHS

Für eine kulturvergleichende Studie des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie werden noch deutsche und lateinamerikanische (v.a. kolumbianische) Erwachsene gesucht, die einen Online-Fragebogen ausfüllen und/oder an Fokusgruppeninterviews teilnehmen.

Wir suchen in Deutschland lebende Erwachsene mit AD(H)S, die entweder in Deutschland oder in Lateinamerika (vorzugsweise Kolumbien) aufgewachsen sind.

Ansprechpartner & Institution

Kathrin Bauer (kathrin.bauer@fu-berlin.de)

Institut für Sozial- und Kulturanthropologie

Freie Universität Berlin

Links zur Studie

Deutsche Version

Spanische Version

Mitarbeiter

Dr. med. Eike Ahlers

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Wiss. Mitarbeiter

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Joschua Wittorff

Studentischer Mitarbeiter

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